Museumsstück

Huber Uhren München – Große Jahresuhr mit Torsionspendel, Seriennummer 2769, um 1910

Hersteller
Andreas Huber GmbH & Co.
Datierung
Um 1910, Seriennummer 2769
Zeitreise
Glanz der Jahrhundertwende – bis frühe 1920er Jahre
Bauform
Jahresuhr
Uhrwerk
Mechanisches Jahresuhrwerk mit Torsionspendel, signiert „Huber Uhren Germany“, Seriennummer 2769
Glockenspiel
Ohne Glockenspiel
Maße
22 cm × 32 cm × 22 cm
Gewicht
2050 g
Verbleib Hat ein neues Zuhause gefunden
Land Australien

Gestaltung

Die Huber-Jahresuhr beeindruckt mit ihrem großen, hellen Zifferblatt und den schlanken, gerillten Messingsäulen. Unter dem Zifferblatt schwingt das vierkugelige Torsionspendel über einer runden, spiegelnden Messingbasis. Im hohen Glasdom kommen das Zusammenspiel von Glas und Messing sowie die klaren Proportionen der Uhr besonders schön zur Geltung.

Technik

Die Idee der Jahresuhr geht auf Johann Anton Harder zurück. Gemeinsam mit dem Uhrmacher Lorenz Jehlin meldete er eine Konstruktion mit Torsionspendel zum Patent an. Die Anmeldung zum Deutschen Reichspatent Nr. 2437 datiert vom 16. September 1877.

Im Inneren arbeitet ein mechanisches Jahresuhrwerk mit Torsionspendel. Das Pendel dreht sich langsam um seine senkrechte Achse; die energiesparende Konstruktion ermöglicht eine lange Laufzeit zwischen den Aufzügen.

Hersteller

Andreas Huber GmbH & Co.

München · Bayern · Deutschland

Die Andreas Huber GmbH & Co. geht auf das Uhrengeschäft zurück, das Andreas Huber am 13. Oktober 1856 gemeinsam mit seiner Frau Xaviera am Münchner Karlsplatz gründete. Aus dem Geschäft entwickelte sich ein bekanntes Münchner Uhrenhaus. 1912 verlieh der bayerische Prinzregent dem Unternehmen den Titel „Hofuhrenfabrik“. Neben Uhren unter dem Namen Huber führte das Haus die eigene Marke Urania und fertigte Zeitmessgeräte, unter anderem für Verkehr und Sport.

Im Zweiten Weltkrieg wurden die Werksabteilungen und Geschäfte zerstört. Bereits 1946 öffneten in München wieder drei Läden; ab 1950 war das neue Stammhaus in der Residenzstraße in Betrieb.

Als Andreas Huber II 1966 starb, übernahm Martin Huber im Alter von 25 Jahren mit Unterstützung seiner Mutter die Firma in vierter Generation. Er führte sie über die Jahrtausendwende hinaus und blieb der Tradition treu, stets mindestens eine eigene Huber-Uhr im Programm zu haben. Auch als Uhrenbuchautor machte er sich einen Namen, insbesondere mit Standardwerken über Patek Philippe und A. Lange & Söhne.

Um die Jahrtausendwende unterhielt die Firma drei Filialen in der Münchner Innenstadt. Im September 2002 wurde sie an das Schweizer Uhrenhaus Bucherer verkauft.

Firmenanschrift: Andreas Huber GmbH & Co., Zentrale Residenzstraße 11, 80333 München.